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Geschichte der Industriegewerkschaft Metall in der Region des heutigen Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern
 
Vor 1933 gab es im deutschen Metallarbeiterverband im damaligen Mecklenburg und Vorpommern bereits Organisationsstrukturen und Formen ähnlich der heutigen Gliederung nach Bezirken und Verwaltungsstellen. Ein Geschichtsprojekt Rostocker Senioren der IG Metall erforscht gegenwärtig diese Struktur vor 1933 in unserem Bundesland und der Region des seinerzeit zu Deutschland gehörenden pommerschen Gebiets.
 
Nach Ende der Faschistischen Diktatur bildeten sich in der sowjetisch besetzten Zone im Norden zunächst identische Strukturen einer in ganz Deutschland neu entstehenden Gewerkschaftsbewegung heraus.
Mit entsprechenden Befehlen der SMAD (Sowjetische Besatzungs- und Militäradministration) begann ein Prozess des befehlsmäßigen Aufbaus von Gewerkschaften nach dem Prinzip des sogenannten „demokratischen Zentralismus„ sowjetischer Prägung in den sowjetisch besetzten Zonen.
In Verbindung mit neu zu schaffenden Verwaltungsstrukturen und der Abkehr von einem föderalen Gliederungsprinzip nach Bundesländern, wurde die neu entstehende DDR nach Bezirken aufgegliedert, die im Wesentlichen identisch nach den Zuständigkeiten der Kommandanturbereiche der SMAD gegliedert waren.
 
Auf dem Gründungskongress des FDGB wurde die gewerkschaftliche Einteilung nach diesen Verwaltungsvorgaben in Bezirke und Kreise innerhalb einer Verwaltungsregion nachvollzogen. Die somit entstehenden Bezirks- und Kreisvorstände waren zunächst die politischen Strukturen gewerkschaftlicher Verwaltung und Organisation der Mitgliedschaft. Mit der Stabilisierung der Nachkriegswirtschaft in den drei von Landwirtschaft und Rüstungsbetrieben geprägten Regionen wurde ein nach Wirtschafts- und Verwaltungsbereichen strukturiertes Organisationsprinzip von Industriegewerkschaften und Gewerkschaften innerhalb des FDGB zugelassen.
Zwischenzeitlich durch den FDGB einmal abgeschafft, bildete es sich endlich doch als das beherrschende Organisationsprinzip heraus. Mit der Anerkennung der führenden Rolle der SED verbunden war auch die bis in die betrieblichen Betriebsgewerkschaftsleitungen durchgreifende Weisungs- und Einflussmacht des FDGB als Erfüllungsgehilfe der Partei, die auch in die Bezirksvorstände der Industriegewerkschaften, ihre Sekretariate, als auch die in den Regionen tätigen Kreisvorstände der Branchengewerkschaften.
 
Je nach der Entwicklung, Ausprägung und politischen Bedeutung waren in den jeweiligen Regionen als politische Administration die Kreisvorstände des FDGB und der Einzelgewerkschaften eingerichtet. Im Bezirk Rostock waren das Rostock, Wismar, Stralsund und Greifswald. Hier existierten Kreisvorstände der IG Metall mit hauptamtlichen Kreisvorsitzenden und einem ehrenamtlichen Vorstand aus BGL-Vorsitzenden strukturbestimmender Betriebe.
 
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