Am 19. April wird sich die Rostocker IG Metall an den Aktionen eines küstenweiten Aktionstages beteiligen. Dazu hat die IG Metall in Rostock unter dem Motto “Es ist 5 Minuten vor zwölf“ die Belegschaften der Betriebe Warnowwerft, Neptunwerft und Caterpillar Motoren aufgerufen. Zu einer Kundgebung, die um 11.55 Uhr auf der Kreuzung Stadtautobahn, Richard-Wagner-Straße am Warnemünder Ortseingang beginnt, werden in zwei Marschblöcken die Beschäftigten demonstrieren. Dazu legen sie um 11.15 Uhr für zwei Stunden die Arbeit nieder.
Das Symbol der Werftarbeiter, ein aus den 60er Jahren stammendes Rettungsboot, dient als Tribüne. Es war bereits in der Werftenkrise und bei etlichen Arbeitskämpfen von Wolgast bis Emden ein Zeichen der Wehrhaftigkeit der Metaller. Jüngst hatte es auch bei einer Solidaritätskundgebung der IG Metall Küste für die um den Erhalt des AEG-Standortes in Nürnberg kämpfenden Beschäftigten als Rednertribüne gedient.
„Dass wir das Boot wieder herausholen und in der Öffentlichkeit zeigen, soll deutlich machen, wie ernst die Situation in der Tarifauseinandersetzung geworden ist. Die Zeichen stehen auf Sturm“ so der IG Metall-Bevollmächtigte aus Rostock.
Nachdem die Arbeitgeber, anstatt ein Angebot zu machen, eine Provokation für den Weg halten, den Tarifkonflikt für sich entscheiden zu wollen, sei diese Aktion eine angemessene Antwort.
Der Rostocker IG Metall-Chef warnte vor weiterer Eskalation. Werde am Donnerstag in Bremen das gleiche wie in NRW und Baden Württemberg vorgetragen, sei eine Urabstimmung nach Ostern immer wahrscheinlicher. Klein, der auch IG Metall-Vorstandsmitglied ist, werde sich auf der Klausur des Hauptvorstandes am 24. April für die Einleitung eines Erzwingungsstreiks aussprechen, wenn bis Anfang Mai kein verhandelbares Angebot vorliege.
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