Hannover - Der neue Eigentümer der in Nordic Yards umfirmierten Wadan-Werften will nach Gewerkschaftsangaben zunächst nur wenige Mitarbeiter weiterbeschäftigen und das zu einem deutlich geringeren Lohn. "Nach den Vorstellungen des neuen Investors sollen die Beschäftigten auf etwa ein Viertel ihrer tariflichen Ansprüche verzichten", sagte die IG-Metall Bezirksleiterin Küste, Jutta Blankau. Zudem sehe es so aus, als ob der russische Investor Igor Jussufow zunächst nur sehr wenige Wadan-Mitarbeiter anstellen werde, sagte der IG-Metall-Bevollmächtigte Rüdiger Klein. Die von Jussufow beauftrage PRAgentur war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.
"Es wird mit nur 50 Mitarbeitern angefangen, in der Spitze sollen es 700 sein", sagte Klein. "Wenn die beiden derzeitigen Aufträge abgearbeitet sind und Anschlussaufträge fehlen, wird die Mitarbeiterzahl gegen Null gehen." Es sei zu befürchten, dass Jussufow erst kurz vor dem Stichtag in 18 Monaten die zugesagten 1200 Mitarbeiter einstellen werde. Vor der Insolvenz hatten bei den Wadan-Werften 2500 Menschen Arbeit. Jussufow hatte die Weiterbeschäftigung von 1600 Menschen in Aussicht gestellt, für 1200 Mitarbeiter eine Garantie abgegeben. Der Investor hatte die Wadan-Standorte in Wismar und Rostock-Warnemünde für 40 Mio. Euro gekauft. Er will die vom Kollaps der Schiffbau-Märkte getroffenen Werften auf den Spezial-Schiffbau wie eisbrechende Tanker sowie auf Offshore-Technik etwa für Ölplattformen ausrichten. rtr
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