Hamburg (dpa) - Nach dem Tarifabschluss für die Metall- und Elektroindustrie in Nordrhein-Westfalen streben auch die Tarifparteien im Norden zügig ein Ergebnis an. Über die Übernahme des Abschlusses für die 140 000 Beschäftigten der Branche an der Küste berate die Tarifkommission der IG Metall am kommenden Mittwoch in Hamburg, teilte die Gewerkschaft IG Metall Küste
gestern mit. Zwei Tage später kommen Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertreter in Bremen zu Übernahmeverhandlungen des NRW-Pilotabschlusses zusammen. Der Bezirk Küste vertritt die Metaller in Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und im nördlichen Niedersachsen.
„Die Vereinbarungen zur Entgelterhöhung müssen ohne Änderungen übernommen werden. Beim Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung brauchen wir Anpassungen an die regionalen Besonderheiten, zum Beispiel bei der Ausbildung“, teilte IG-Metall-Bezirksleiterin Jutta Blankau mit. Ein Sprecher von Nordmetall bezeichnete den NRW-Abschluss bereits in der zweiten Verhandlungsrunde und die lange Laufzeit von 23 Monaten als „bemerkenswert“. Der Abschluss bringe eine Kostenentlastung und Flexibilität, sagte er.
Für NRW wurde eine Nullrunde bei einer Einmalzahlung von 320 Euro vereinbart. Zum 1. April 2011 steigen die Gehälter um 2,7 Prozent.
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