Wismar (OZ) - Am kommenden Mittwoch, 10. März, ist eine Kundgebung von Beschäftigten der Werften in Wismar und Warnemünde und früheren Mitarbeitern, die sich jetzt in der Transfergesellschaft befinden, vor dem Schweriner Schloss geplant. Beginn ist um 8.30 Uhr, die Abfahrt mit Bussen in Wismar erfolgt um 7 Uhr vor der Transfergesellschaft in der Werftstraße 4. Zu der Kundgebung rufen die frühere Betriebsrätin Ines Scheel und Thomas Rickers von der IG Metall auf.
Zu Beginn der Woche gab es die positive Nachricht, dass Nordic Yards den Auftrag zum Bau eines eisbrechenden Spezialtankers vom russischen Bergbauunternehmen Norilsk Nickel ordert. Baubeginn soll voraussichtlich im Juli sein. Die Unterzeichnung des Auftrags zeigt nach Ansicht Ines Scheels die Einlösung eines Versprechens von Eigentümer Witali Jussufow. Er hatte Neubau-Aufträge angekündigt.
„Jetzt sind die Banken und die Landesregierung in der Pflicht“, so gestern Ines Scheel, die weiter meinte: „Wir sind an dem Punkt, wo die Landesregierung sich erneut zu den Werften bekennen muss. Sie darf sich mit leeren Versprechen nicht aus ihrer Verantwortung für die Zukunft der Werften in Wismar und Warnemünde stehlen.“ Die zentralen Forderungen lauten: Verlängerung der Transfergesellschaft von Ende März bis Ende Juli und Hilfe bei der Finanzierung von Schiffbauaufträgen. Für Thomas Rickers ist die Zeit der Lippenbekenntnisse der Landesregierung vorbei: „Sellering und Seidel tragen die Verantwortung, dass der von ihnen mehrmals propagierte Schulterschluss mit den Werftarbeitern jetzt auch endlich zustande kommt.“ Die 2400 Mitarbeiter der beiden Werften waren im Sommer 2009 in die Transfergesellschaften gewechselt. Derzeit arbeiten in Wismar 600 Mitarbeiter auf der Werft, etwa die gleiche Anzahl befindet sich in der Transfergesellschaft in Wismar. „Zu der Kundgebung sind alle Wismarer willkommen“, hofft Ines Scheel auf große Unterstützung.
Wegen der Organisation — Bestellung von Bussen — wird gebeten, vorher im Büro der Transfergesellschaft, Tel.: 0 38 41/36 07 55, anzurufen.
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