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IG Metall Rallye endete in Rostock (21.03.2005 | 00:49) Mit einer Kundgebung vor der Kfz-Landesinnung Mecklenburg-Vorpommern endete heute (Freitag) in Rostock die „Rallye Fair-Play“ der IG Metall. In über 120 Betrieben wurden damit die Beschäftigten über den drohenden tariflosen Zustand in der Kfz-Branche im Nordosten informiert. In einer Resolution forderte die IG Metall-Tarifkommission die Arbeitgeber auf, die Tarifverhandlungen wieder aufzunehmen. „Es ist schon erschreckend, wie verängstigt die Menschen in den Betrieben sind“ sagte Monika Zeumer, Verhandlungsführerin der IG Metall Küste, heute in Rostock. „Die Angst um den Arbeitsplatz bestimmt das Handeln. Die Menschen sind regelrecht blockiert, über eigene Rechte nachzudenken oder diese sogar einzufordern.“ Dies sei nicht nur für die betriebliche Arbeit eine enorme Belastung, sondern für die ganze Gesellschaft und Wirtschaft. „Eine Gesellschaft und Wirtschaft, die auf Angst aufbaut, hat keine Zukunft!“ Zeumer zog eine positive Bilanz der Aktionswoche: „Die Kolleginnen und Kollegen haben das Gespräch gesucht, wollten informiert werden und wissen, was in Zukunft auf sie zukommt. Das war ein guter erster Schritt!“ Sie forderte die Arbeitgeber auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. „Hören Sie mit Ihren Machtspielen auf und lassen Sie uns Lösungen für die Menschen und die Betriebe finden!“ Für zukünftige betriebliche Konflikte trage der Verband die Verantwortung. Insgesamt wurden mehr als die geplanten 120 Betriebe angefahren. Informationsveranstaltungen der IG Metall am Abend waren gut besucht. Dabei wurde unter anderem festgestellt, dass in über 80 Prozent der Betriebe kein Tarif gezahlt werde. „Wir prüfen jetzt mit den Mitgliedern, wie wir dagegen vorgehen!“, so Zeumer. Als besonders traurig und empörend empfand die Gewerkschafterin das Auftreten eines Arbeitgebers in Wismar. Dieser hatte die Gruppe der Gewerkschafter als „Nazis“ beschimpft. „Wenn das der Umgang der Manager mit Arbeitnehmerrechten und deren Vertretern ist, dann brauchen wir uns über demotivierte und illoyale Beschäftigte nicht wundern!“