Mit der rechtswidrigen
Kündigung eines Stufentarifvertrages, der die schrittweise
und geregelte Angleichung der Tarifbedingungen zum Inhalt hatte,
stellten die Arbeitgeber 1993 die IG Metall vor ihre bislang größte
Herausforderung. Nur noch durch einen uns aufgezwungenen Streik,
der über 14 Tage dauerte, konnte die IG Metall sich in ihrem
Ziel durchsetzen und den Stufenplan zurückstreiken. Über
6000 Mitglieder befanden sich in der Verwaltungsstelle um Ausstand.
Der Konkurs des Bremer Vulkan Konzernverbundes war ein schwarzer
Tag, auch für die zu dieser Zeit noch 2000 Beschäftigten
in den Rostocker Vulkanbetrieben und für den deutschen Schiffbau
insgesamt. Anders wie in der Schiffbaukrise der DMS, in der Betriebe
in Ostdeutschland einen Ministerpräsidenten zum Rücktritt
zwangen, war das Ringen mit der Landesregierung um eine Landesbeteiligungsgesellschaft
für die Werften in Rostock, Wismar und Stralsund und das
DMR erfolgreicher. Die Investitionen konnten fortgesetzt werden
und neue Eigentümer wurden gefunden. Zu dieser Zeit hatte
die Kvaerner–Warnow-Werft durch ihren Eigentümer das
Modernisierungskonzept zu einer der modernsten Kompaktwerften
fast abgeschlossen. |