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... für die Menschen
Tarifverträge steigern Lebensqualität und Wohlstand!
 
Regelmäßige Entgelterhöhungen, 35-Stunden-Woche, sechs Wochen Jahresurlaub, freies Wochenende, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, soziale Sicherheit in Phasen von Arbeitslosigkeit, Krankheit, Kindererziehung und im Alter: Das Leben vieler Arbeitnehmer/innen und ihrer Familien sähe heute schlechter aus, wenn es keine Tarifautonomie und keine Tarifverträge gäbe. Das wichtigste Instrument ist der Tarifvertrag, insbesondere der branchenspezifische Flächentarifvertrag. In ihm sind die Entgelt- und Arbeitsbedingungen geregelt - Eingruppierungsstufen und -merkmale, Entgeltbestimmungen und -zuwächse, Dauer und Verteilung der Arbeitszeit, Qualifizierungs- und Beteiligungsrechte. Ihre tarifpolitischen Erfolge konnte die IG Metall nur durch das enorme Engagement ihrer Mitglieder erringen vereinzelt auch durch Streik. Die Angriffe auf die Tarifautonomie beeinträchtigen damit nicht nur die Lebensqualität der Erwerbstätigen, sondern aller Bürger/innen!
 
"Branchenspezifische Flächentarifvertrag ermöglichen angemessene Entlohnungs- und Arbeitsbedingungen. Deregulierung und Auflösung der Standards tun dies erwiesenermaßen nicht. Sie führen zu niedrigeren Löhnen und längeren Arbeitszeiten und sichern keine Arbeitsplätze. Deshalb wollen wir das System der Flächentarifverträge erhalten. Wir werden uns entschieden gegen die Abschaffung des Tarifvorranges sowie die Neuinterpretation des Günstigkeitsprinzips zur Wehr setzen. Mit diesen Änderungen würde die Tarifautonomie auf kaltem Wege beseitigt. Die IG Metall selbst hat zum Ziel, durch Tarifverträge Gestaltungsmöglichkeiten für Betriebsräte zu eröffnen und erweiterte Wahlmöglichkeiten zu schaffen. Auch der unterschiedlichen Leistungsfähigkeit von Betrieben, Branchen und Regionen wird Rechnung getragen, zum Beispiel durch differenzierte Abschlüsse, Sanierungstarifverträgen und Härtefallregelungen. ... Die IG Metall wird auch künftig innovative Regelungen erarbeiten und von den Geschäftsleitungen Alternativen zum Beschäftigungsabbau einfordern. Sie können auch Entgelte und Arbeitszeiten betreffen, wenn dadurch nachweislich Arbeitsplätze geschaffen oder erhalten werden. ..."

Aus dem Entwurf des Zukunftsmanifests der IG Metall "Offensive 2010"

 
Tarifpolitische Erfolge der IG Metall | 1956/57 nach 16-wöchigem Streik: Lohnfortzahlung im Krankheitsfall | 1967: 40-Stunden-Woche | 1973: Mindesterholzeiten für Arbeiter/innen, Kündigungs- und Verdienstschutz für ältere Arbeitnehmer/innen | 1978: Schutz gegen rationalisierungsbedingte Abgruppierung | 1978/79: 30 Tage Jahresurlaub (ab1982) | 1984: stufenweiser Einstieg in die 35-Stunden-Woche | 1985: 35-Stunden-Woche (Metall- und Elektroindustrie, Stahl, Holz- und Kunststoffindustrie in Westdeutschland) | 1996/97: Lohnfortzahlung im Krankheitsfall verteidigt | 1997/2000: Altersteilzeit | 2001: Qualifizierungsansprüche (in Baden-Württemberg) | 2002: Altersversorgung (Metall-Rente) Jahr für Jahr Entgeldzuwächse, die die Teilhabe der Beschäftigten am wirtschaftlichen Wachstum und am Produktivitätsfortschritt sichern.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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